ARTISTS TALK: Ein Gespräch mit Künstlern aus L.A.
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18:30 Uhr Empfang
19:30 Uhr: Gespräch auf der Bühne
ARTISTS TALK: A Conversation with L.A. Artists ist das zweite Programm einer Reihe von Gesprächen mit einflussreichen kalifornischen Künstlern, die das lebendige Erbe der pulsierenden zeitgenössischen Kunstszene von Los Angeles erforschen sollen. Die Künstler werden über ihre Arbeit, ihren Prozess, ihre Geschichte und ihr Leben sprechen und dabei die Bedeutung und Besonderheit von L.A. als kreativen Kontext für ihre Arbeit thematisieren. Die Veranstaltung bringt diese tangential verwandten, aber unterschiedlichen Stimmen zum ersten Mal in einem öffentlichen Forum zusammen.
Njideka Akunyili Crosby (geb. 1983) ist eine in Nigeria geborene und in Los Angeles lebende Künstlerin. In ihren großformatigen Papierarbeiten kombiniert sie traditionelle Maltechniken mit Zeichnung, Collage und Druckgrafik und vermittelt so ein Gefühl ästhetischer Hybridität. Geprägt von ihren eigenen Erfahrungen als transnationale Auswanderin, dominiert die Figur in Crosbys ausdrucksstarkem Werk als imposantes Vehikel für Identität und Erzählung, als geteilte und geliehene, persönliche und universelle, annektierte und konsolidierte Einheit. In jedem der vielschichtigen und dynamischen Werke wird eine Vielzahl von Erfahrungen vermittelt, da die Künstlerin auf die Intimität häuslicher und privater Räume verweist, die auf Dauer durch die anhaltenden Zumutungen von Geschichte und kultureller Aneignung geprägt sind. Crosby erhielt 2017 das ‘Genius’-Stipendium der MacArthur Foundation.
Charles Gaines (geb. 1944) ist ein etablierter Künstler aus Los Angeles und ein einflussreicher Pädagoge an der Fakultät des California Institute of the Arts. Seine konzeptuell geprägten Arbeiten erforschen die Entstehung von Bedeutung und deren soziopolitische Implikationen durch die methodische Offenlegung von Systemen. In seinen Arbeiten, die von gegenständlich bis hin zu bewusst abstrakt reichen, erforscht Gaines quantifizierbare Größen, von der Sprache über die musikalische Notation bis hin zu numerischen Daten, und dekonstruiert die systemischen Armaturen, die Bedeutungen unterstützen und verbreiten. Seine Fotografien, Zeichnungen, Performances und Arbeiten auf Papier sind ebenso poetisch wie kritisch analytisch und interessieren sich für die Überschneidung von Objektivem und Interpretativem. Gaines ist der Preisträger des REDCAT-Preises 2018, einer Auszeichnung, die an führende Künstler im Bereich der zeitgenössischen Kunst verliehen wird.
Moderiert von Anne Ellegood, leitende Kuratorin, Hammer Museum.