Eröffnungsempfang: PENUMBRA präsentiert Randall Stoltzfus
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Die Laura Korman Gallery freut sich, den Künstler Randall Stoltzfus in der kommenden Ausstellung PENUMBRA auszustellen. Die Ausstellung ist vom 8. März bis zum 14. Mai 2016 zu sehen. Ein öffentlicher Empfang findet im Rahmen des Bergamot Station SPRING FLING am Samstag, den 19. März, von 13-16 Uhr statt.
Ein Halbschatten ist definiert als unvollständiger oder partieller Schatten. In der Astronomie bezieht er sich auf den Schatten, den der Mond bei einer partiellen Sonnenfinsternis auf die Erde wirft. Der in Brooklyn lebende Künstler Randall Stoltzfus setzt diese Naturphänomene in seinem aktuellen Werk um. Himmelsblaue Kreise in Cerulean und tiefem Kobalt werden geschichtet und wiederholt, aufgelockert durch ein Spektrum weicher weißer, gelber und schwarzer Kreise, die an dunkle Schatten und beleuchtete Horizontlinien erinnern. “Meine Bilder thematisieren das Licht, und ich brauche zwangsläufig den Schatten, um dieses Licht zu beschreiben”, sagt Stoltzfus. Diese gemalten Felder aus kreisförmigen Markierungen erinnern auch an die Lichtringe, die während einer Sonnenfinsternis in den Schattenmustern unter den Bäumen zu finden sind - eine visuelle Metapher, die Stoltzfus als künstlerischen Prüfstein beibehält.
Stoltzfus’ meditativer Prozess beginnt langsam - Kompositionen entwickeln sich über Monate und sogar Jahre, wenn kontrollierte, kreisförmige Schichten aus Öl, handgemischten Pigmenten und Blattgold oder Palladium nach und nach hinzugefügt werden. Abstrahierte Landschaften und Figuren werden in einem Wechselspiel von Licht und Dunkelheit beleuchtet und verdeckt, während Stoltzfus eine sichtbare Textur aufbaut. Er vergleicht seine akribische Technik mit der Schichtung von Scrim, einem starken, groben Stoff, der das Werk zu einer Summe seiner Schichten werden lässt. In Gemälden wie After ist der Effekt phantasmagorisch - weiße und subtile ockergoldene Kreise tauchen aus einem blauen Abgrund auf, als würden sie die Erinnerung an einen verschwommenen Traum illustrieren. Andere Arbeiten zeigen etwas greifbarere Bezüge - in Penumbra erhellt die dominierende Präsenz des Mondes scheinbar einen dunklen Wald von Bäumen auf einer acht Fuß großen Leinwand. Dennoch bleiben Stoltzfus’ Themen weitgehend rätselhaft.
Das Sehen und die Wahrnehmung sind für Stoltzfus’ Denkprozess unabdingbar. “Unsere Wahrnehmung ist ... immer partiell und immer kollektiv in einer Weise, die wir manchmal nur schwer anerkennen können”, sagt Stoltzfus. “Wir sehen einzelne Dinge und sind uns seltener der umfassenderen Bedingungen von Licht und Schatten bewusst, die dies möglich machen. Die Quellen, die unser Sehen antreiben, stellen das, was wir tatsächlich begreifen, in den Schatten.”
PENUMBRA ist eine intime Studie über Licht und die physiologische Reaktion. Stoltzfus bezieht sich auf die Farbfeldmaler Mark Rothko und Barnett Newman sowie auf die strukturierten Werke des abstrakten Expressionisten Richard Pousett-Dart und setzt sich direkt mit der Vision seines Publikums auseinander, um eine zugleich physische und emotionale Reaktion zu erzielen. Seine Gemälde widersetzen sich der Zweidimensionalität der Leinwand und schaffen visuelle Erzählungen voller Wunder und Geheimnisse.
Randall Stoltzfus wurde 1971 geboren und wuchs im ländlichen Virginia auf. Er studierte Malerei an der American University in Washington, D.C. Seitdem wurden seine Arbeiten international ausgestellt, darunter Einzelausstellungen in New York, Virginia und in Italien, wo er als Artist in Residence in einer aktiven Irrenanstalt arbeitete. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter das Centro Pari Opportunitá (Palazzo Penna, Perugia, Italien), Alliance Bernstein (New York, NY) und das D.C. Council on the Arts and Humanities (Washington, D.C.) sowie zahlreiche Privatsammlungen. Seine Arbeiten wurden auch in einer Vielzahl von Büchern, Zeitschriften und Zeitungsartikeln abgedruckt.